Organisation

Organisation von GEO

Aus dem freiwilligen Charakter der Partnerschaft ergeben sich schlanke und effiziente Organisationsstrukturen. Einmal im Jahr findet eine GEO Plenartagung statt, wo alle Mitgliedsstaaten und kooperierenden Organisationen eingeladen sind. Das Exekutiv-Komitee überwacht die Implementierung der Entscheidungen zwischen den Sitzungen. Es besteht aus gewählten Vertretern der fünf GEO Regionen. Es finden auch regelmäßige Treffen auf Ministerebene statt. Der nächste GEO Ministergipfel ist im November 2010 in Peking vorgesehen. Ein kleines GEO-Sekretariat wurde in Genf eingerichtet. Die gesamte Arbeit von GEO erfolgt durch freiwillige Beiträge der Mitglieder. Diese Beiträge können finanzieller Natur sein, aber auch durch das zur Verfügung stellen von Personal und Sachmittel erfolgen.


GEO in der EU

Die Bereitstellung und Nutzung von Geodaten spielen auf der Europäischen Gemeinschaftsebene eine große Rolle, und zwar sowohl auf operativer (GMES Programm) als auch auf legislativer (Inspire Direktive) Ebene. Mehr dazu erfahren Sie hier.

GEO in Österreich

Österreich ist 2009 der „Group on Earth Observations“ (GEO) beigetreten. Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) ist auf nationaler Ebene für die Implementierung zuständig. Im Auftrag des BMWF wurde ein nationales GEO-Sekretariat an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik eingerichtet.

Österreich trägt zu GEOSS nicht nur durch eigene Messungen und Beobachtungen bei, sondern insbesondere auch durch seine Mitgliedsbeiträge beim Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF), bei der „European Space Agency“ (ESA), bei der „European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites“ (EUMETSAT) sowie bei der EU („Global Monitoring for Environment and Security“, GMES).

GEO in der Europäischen Union: GMES und INSPIRE

GMES – Erdbeobachtung für eine sicherere Welt

COPERNICUS (früher: „Global Monitoring for Environment and Security“,  (GMES)  ) ist eine Initiative von EU und  Europäischer Weltraumagentur  ) („European Space Agency“, ESA) mit dem Ziel, eine eigenständige europäische Kapazität im Bereich der Erdbeobachtung aufzubauen. Damit sollen nutzerfreundliche und leistungsfähige Dienste für Umwelt- und Sicherheitsaufgaben in Europa geschaffen werden.

Das GMES Programm besteht aus 3 Komponenten:

  • Services in definierten Themenbereichen
  • Weltraumkomponente (Erhebung von satelliten-gestützten Fernerkundungsdaten
  • In-situ Komponente (Erhebung von Daten aus Systemen, die am Boden, in Flugzeugen oder auf Schiffen installiert werden)

Die ausgewählten Themenbereiche sind die folgenden:

 

  • Landbeobachtung
  • Krisenmanagement
  • Sicherheit
  • Meeresbeobachtung
  • Atmosphärenbeobachtung
  • Verminderung von und Anpassung an die erwarteten Folgen der Klimaänderung

In Österreich werden Beiträge und Stellungnahmen zu GMES durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie  (BMVIT)  ) koordiniert. Eine  österreichische Agentur für Luft- und Raumfahrt  ist bei der Forschungsförderungsgesellschaft  (FFG)  ) angesiedelt, welche auch das österreichische Weltraumprogramm (ASAP) umsetzt.

INSPIRE – Leichterer Zugang zu Erdbeobachtungsdaten im Inland und in der ganzen Union

Im Bereich Geodaten und Erdbeobachtung war die EU auch gesetzgeberisch tätig. Eine Richtlinie des Europäischen Parlamentes und des Rates zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft ( INSPIRE  ) trat am 14. März 2007 in Kraft.

Mit INSPIRE werden in Europa wichtige Voraussetzungen für eine einer kompatible Datenhaltung und einen verbesserten Zugriff auf die Daten geschaffen. Dies ist auch ein zentraler Beitrag zur Harmonisierung weltweiter Datenbestände und Geodateninfrastrukturen.

Hinsichtlich der Umsetzung sieht die Richtlinie unter anderem vor, dass die Mitgliedstaaten bis 15. Mai 2010 der Kommission einen Bericht mit einer Beschreibung folgender Aspekte übermitteln müssen:

 

  • Koordinierung zwischen öffentlichen Anbietern und Nutzern von Geodatensätzen und -diensten und zwischengeschalteten Stellen, Beziehung zu Dritten und Organisation der Qualitätssicherung
  • Beitrag von Behörden oder Dritten zum Betrieb und zur Koordinierung der Geodateninfrastruktur
  • Informationen über die Nutzung der Geodateninfrastruktur
  • Vereinbarungen über die gemeinsame Nutzung von Daten durch Behörden
  • Kosten und Nutzen der Umsetzung dieser Richtlinie

Die österreichische nationale Umsetzung der INSPIRE Richtlinie wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft  (Lebensministerium)  ) koordiniert.
 
 

Ansprechpersonen im GEO Sekretariat:

Wettergutachten
© Meteopics P. Schuhbauer
Wussten Sie schon ... Inversion
Live-Seismogramm
Hotline
Hotline,Meteorologin
Wetteranimation
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Klimamittel
© ZAMG
Historische Erdbeben
Holzschnitt aus der 'Weltchronik' von Hartmann Schedel, 1493. 'Und der Engel nahm das Rauchfaß und füllte es mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde, und Donner folgten, Getöse, Blitze und Beben.' Offenbarung 8,5 © ZAMG Geophysik Hammerl