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Erdbebenkarte

Hier finden Sie Informationen zur Erdbebenkarte

Aktuelle Erdbeben auf der ZAMG-Startseite

Mit Hilfe der mit AT (Österreich), EU (Europa) und WELT beschrifteten Schaltflächen gelangen Sie direkt zu der aktuellen Karten- und Listenansicht für die gewählte Region. Die darunter liegenden farbigen Anzeigetafeln zeigen die Magnituden der markantesten Erdbeben (der letzten drei Tage) dieser Regionen. Durch Klicken auf das färbige Feld (grün, gelb, rot) gelangen Sie zur Detailansicht des jeweils markantesten Erdbebens. Diese Farben sind ein Maß für die Stärke des Bebens. Gelb kennzeichnet stärkere Ereignisse, die Farbe rot wird für außergewöhnlich starke Beben verwendet. In Österreich ist ein Erdbeben ab Magnitude 3,5 als ungewöhnlich stark anzusehen, weltweit ab Magnitude 7.

 

 

Karten und Listen

Die für die Regionen ‚Österreich’, ‚Europa’ und ‚Welt’ wählbaren Karten und Listen zeigen alle Erdbeben, die vom Österreichischen Erdbebendienst in den letzten zwei Wochen registriert wurden.  Durch Klicken auf die Epizentren in der Karte oder auf die Einträge in der Liste gelangen Sie zur Detailansicht des jeweils gewählten Erdbebens. Für die Liste der Region Österreich werden nur Erdbeben mit Epizentren innerhalb des Bundesgebietes angezeigt.

In der Kartenansicht ist die Größe der Symbole abhängig von der Magnitude des Erdbebens. Die Farbe entspricht der seit dem Erdbeben vergangenen Zeit (rot < 1 Tag, orange < 3 Tage, gelb < 14 Tage). Die Symbole und deren Größen sind für alle drei Regionen dieselben. Die auf den Karten dargestellten Landesgrenzen und größeren Gewässer basieren auf einem frei verfügbaren Datensatz (GSHHS). Die Topgraphie des Landes und der Meere basiert auf einem von GINA bereitgestellten Datensatz

Die zeitlich sortierten Listen beinhalten die wichtigsten Informationen zu den Beben. Die Herdzeit ist sowohl in Weltzeit (UTC) als auch in Ortszeit (z. B. MEZ oder MESZ für Österreich) angegeben. Das Datum bezieht sich immer auf die Weltzeit. Die Koordinaten sind in Dezimalgrad angegeben und gelten für das WGS 84 Datum. In der Spalte ‚Region’ sind die dem Epizentrum nächst gelegenen größeren Orte angeführt.

Erscheint ein von Ihnen verspürtes Ereignis nicht in der gewählten Karten- oder Listenansicht, kann dies folgende Gründe haben:

  • Das Ereignis wird gerade bearbeitet.
  • Das Ereignis wurde nicht als Erdbeben identifiziert (z.B: Überschallknall durch Flugzeug oder Explosion).
  • Das Epizentrum des Erdbebens wurde in einer anderen Region lokalisiert.


Bedeutende Ereignisse die auch großräumig von der Bevölkerung verspürt werden (z. B. Detonation einer Fliegerbombe, Bergsturz) werden in Einzelfällen ebenfalls in der Karten- und Listenansicht dargestellt.

Erdbeben, die länger als 14 Tage zurückliegen und von der Bevölkerung wahrgenommen wurden, finden Sie in den Monatsberichten im Erdbebenarchiv.

 

Detailansicht Erdbeben

Auf dieser Seite finden Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Herdparametern, eine Detailkarte des Epizentrums mit nahegelegenen Orten und die Registrierung des Erdbebens an den vier nächstgelegenen Stationen des Messnetzes der ZAMG (Seismogramm). Bei Erdbeben, die möglicherweise gefühlt wurden oder für die Wahrnehmungsberichte aus der Bevölkerung via Online-Formular eingelangt sind, wird zusätzlich die Aussendung des Österreichischen Erdbebendienstes angezeigt.

Die Tabelle zeigt die genaue Herdzeit in Weltzeit (UTC) und in der jeweiligen Ortszeit (z. B. MEZ oder MESZ für Österreich). Das Datum bezieht sich immer auf die Weltzeit. Für unterschiedliche Entfernungen und Frequenzbereiche können folgende Magnitudentypen berechnet werden:

  • ml – Die Lokalbebenmagnitude ml wird im Allgemeinen für nahe Entfernungen (< 600 km) verwendet. Die Formel für die ursprünglich für Kalifornien geltende ‚Richter-Magnitude’ wurde für die Verwendung in der Region Österreich angepasst.
  • mb – Die Raumwellenmagnitude wird aus der Amplitude der Kompressionswellen bestimmt . Sie wird meist für Fernbeben (> 2000 km) verwendet und dient zur raschen Abschätzung der Stärke eines Erdbebens.
  • Ms – Bei der Oberflächenwellenmagnitude Ms wird die Amplitude der Oberflächenwelle bestimmt. Die Oberflächenwellenmagnitude ist ein wichtiges Maß für die Abschätzung von Schäden eines Bebens. Im Vergleich zu den Raumwellen treffen die Oberflächenwellen allerdings deutlich später an entfernten Stationen ein (bei Entfernungen von 12 000 km etwa 1 Stunde).


Die Koordinaten der Epizentren sind in Dezimalgrad angegeben und beziehen sich auf das WGS-84 Ellipsoid. Bei allen angeführten Erdbeben wurde das Beben an mindestens einer Station des Messnetzes des Österreichischen Erdbebendienstes registriert. Erdbeben in Österreich und in angrenzenden Gebieten werden von der ZAMG lokalisiert (inklusive Magnitudenbestimmung). Für weiter entfernte Beben werden die Lokalisierungsergebnisse von EMSC (European-Mediterraneen Seismological Centre) oder USGS (U. S. Geological Survey) angegeben.

Bei der Registrierung eines Erdbebens wird die Bodenbewegung über die Zeit aufgezeichnet und als Seismogramm dargestellt. Mit dem Symbol Δ ist die Entfernung der jeweiligen Station zum Epizentrum angegeben. Im Seismogramm sind die bestimmten Einsätze für erstankommende oder nachfolgende Wellentypen (z. B: P, S) erkennbar. Sobald ein Erdbeben durch den Seismologen manuell bearbeitet wurde, werden die Einsätze an den Stationen durch einen roten Vertikalbalken angezeigt. In Abhängigkeit von der Entfernung der Stationen zum Epizentrum werden die folgenden wichtigen Wellentypen unterschieden:

  • P, S: Allgemeine Bezeichnung für Raumwellen, Kompressions- oder P-Welle (P) bzw. Transversal- oder Scherwelle (S). Bei der P-Welle findet die Teilchenbewegung in Ausbreitungsrichtung statt, bei der S-Welle quer dazu. Die Laufzeitdifferenz der beiden Raumwellen erlaubt eine grobe Abschätzung der Entfernung zum Hypozentrum.
  • Pg, Sg: Die sich als P- oder S-Welle ausbreitende direkte Welle durch die Erdkruste. Sie wird bis zu einer Entfernung von etwa 400 km beobachtet.
  • Pn, Sn: Die entlang der MOHO-Diskontinuität geführte P- oder S-Welle. Sie wird ab einer Entfernung von etwa 120 km beobachtet.

 

Sonnblick-Observatorium
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Historische Erdbeben
Holzschnitt aus der 'Weltchronik' von Hartmann Schedel, 1493. 'Und der Engel nahm das Rauchfaß und füllte es mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde, und Donner folgten, Getöse, Blitze und Beben.' Offenbarung 8,5 © ZAMG Geophysik Hammerl
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