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15.04.2012

ZAMG rüstet sich für die Pollensaison

Ariane Pfleger, Meteorologin und Pollenexpertin der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG): „Bei Hasel und Erle verlagert sich der Schwerpunkt derzeit vom Flachland in die Alpentäler. Anfang April folgen die Birkenpollen. Empfindliche Personen können auch schon Ende März erste allergische Reaktionen zeigen. Die aktuellen Berechnungen zeigen, dass die Belastung durch Birkenpollen heuer besonders im Osten und Südosten Österreichs stark ausfallen wird“.

Den Pollenflug berechnen: Kooperation von ZAMG und Pollenwarndienst

Um den Beginn der Blütezeit und den Pollenflug einzelner Pflanzen berechnen zu können, werden Messungen und Beobachtungen des Österreichischen Pollenwarndienstes mit den aktuellen Wettermodellen der ZAMG zusammengeführt. Ariane Pfleger von der ZAMG: „Für die Berechnung der Blühbereitschaft sind die Sonnenscheindauer und die Temperatur die einflussreichsten Wetterfaktoren. Sobald die Pollenkörner in der Luft sind, geht es vor allem um die Prognose von Regen und Wind.“

Regen sorgt nicht immer für Entspannung. Pfleger: “Dauerregen wäscht die Pollen aus der Luft. Kurze Regenschauer oder Gewitter können die Pollenkonzentrationen aber sogar erhöhen. Denn sie sind oft mit kräftigen Windböen verbunden, die die Pollen vom Boden aufwirbeln.“

Das weitere Pollenjahr 2012

Im Mai setzt in der Regel die Gräserblüte ein. Eine genaue Vorhersage des Startzeitpunktes ist jetzt noch nicht möglich, da er vor allem von Temperatur und Regen im April abhängt. Grob gilt, je wärmer und feuchter der April ist, desto mehr Gräserpollen gibt es im Mai. Aufgrund der zahlreichen Gräserarten dauert diese Blühphase etwa zwei Monate.

Ab Ende Juli sind dann die Pollen von Beifuß in der Luft. Hier hängt die Blühbereitschaft besonders von der Sonnenscheindauer von Mai bis Juni ab. Je länger die Sonne scheint, desto mehr Pollen werden produziert. Als letztes Hauptallergen folgt etwa Mitte August der Ragweed, auch als Traubenkraut oder Ambrosia bekannt. Diese ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze hat ein sehr hohes allergisches Potential und kann bei günstigen Wetterbedingungen noch Anfang Oktober Probleme verursachen.

Informationen zur aktuellen Pollenbelastung finden Sie hier:

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Sonnblick-Observatorium
zur Sonnblick-Website (© ZAMG)