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13.12.2012

100 Lawinenexperten auf Turracher Höhe

100 Lawinenexperten auf Turracher Höhe

©ZAMG

Rund 100 Lawinenexperten bereiten sich derzeit auf der Turracher Höhe auf die Wintersaison vor. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) organisiert die dreitägige Fortbildung mit den Lawinenwarndiensten von Kärnten, Steiermark und Niederösterreich sowie mit der Alpinpolizei.
Durch den Schneefall auf einen relativ warmen Boden zu Beginn der Saison werden auch in diesem Winter Gleitschneelawinen eine besondere Herausforderung für die Lawinenkommissionen sein.

Die Koordination und gemeinsamen Fortbildungen zu Beginn der Lawinensaison sind eine wichtige Basis für die Zusammenarbeit im Winter. Arno Studeregger, Lawinenexperte von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG): „Hier kommen alle zusammen, die im Bereich der Lawinenwarnungen arbeiten, von den Meteorologen bis zu den Mitgliedern der Lawinenkommissionen. Daher kommt es zu einem sehr produktiven Austausch von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischer Erfahrung. Wir freuen uns, dass in diesem Jahr auch Kollegen aus Slowenien dabei sind, mit denen wir im Projekt ´Naturgefahren ohne Grenzen´ im Bereich der Lawinenwarnungen zusammenarbeiten. Sehr erfreulich ist auch, dass Dr. Joachim Heierli vom nationalen Forschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft Karlsruhe einen Gastvortrag hält. Er ist Spezialist für statistische Verfahren, die aus ähnlichen Ausgangssituationen in der Vergangenheit eine Einschätzungen der aktuellen Situation möglich machen.“

Gleitschneelawinen: durch „warmes Einschneien“ heuer wieder Thema

Die thematischen Schwerpunkte der momentan laufenden Fortbildung sind die Interpretation von meteorologischen Daten und die Auswertung von Fotos aus dem Hubschrauber sowie die Besonderheiten von Gleitschneelawinen. Wilfried Ertl vom Lawinenwarndienst Kärnten: „Gleitschneelawinen waren im letzten Winter ein häufiges Problem und eine besondere Herausforderung für die Lawinenkommissionen. Denn sie sind an keinen Tagesgang gebunden, Abgänge können auch in der Nacht oder während kalter Witterungsphasen auftreten. Auch in diesem Winter werden Gleitschneelawinen ein Thema sein. Denn die ersten großen Schneemengen der Saison sind auf einen relativ warmen Boden gefallen, in der Fachsprache wird das ´warmes Einschneien´ genannt.“

Die Fortbildung von ZAMG und Lawinenwarndiensten findet von 12. bis 14. Dezember auf der Turracher Höhe statt.

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Web-Links

Portal der Lawinenwarndienste: www.lawinen.at

Lawinenwarndienst Stmk.: www.lawine-steiermark.at

Lawinenwarndienst Nö.: www.lawinenwarndienst-niederoesterreich.at

Lawinenwarndienst Ktn.: www.lawinenwarndienst.ktn.gv.at

Projekt „Naturgefahren ohne Grenzen“:   www.natural-hazards.eu

ZAMG:  www.zamg.at und www.facebook.com/zamg.at

Die ZAMG ist eine
Forschungseinrichtung des
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