Klima / Klimaforschung / Glaziologie / GCW-PERMAFROST
Zusammenfassung

Das Projekt GCW-PERMAFROST sichert das Permafrostmonitoring im Gebiet rund um den Hohen Sonnblick. Durch dieses Monitoring-Vorhaben wird das im Rahmen der Projekte PERSON1, PERSON2 und PERSON-GCW begonnene Permafrost-Monitoring fortgeführt, ausgebaut und gemäß internationalen Messstandards etabliert. Das Monitoring bildet eine wichtige Grundlage für die zukünftige Abschätzung von Naturgefahren im Zusammenhang mit der Permafrostdegradation. Insbesondere soll der Sonnblick durch das Permafrost-Monitoring-Vorhaben die Führungsrolle im internationalen Beobachtungsnetzwerk GCW (Global Cryosphere Watch) stärken und seine internationale Sonderstellung als hochalpines Umwelt- und Klimaforschungsobservatorium im Bereich der Kryosphäre festigen.

Projektziele
  • Sonnblick als Supersite im Global Cryopshere Watch Netzwerk der Weltmeteorologisch Organisation (WMO) für den Bereich Permafrost stärken und ausbauen.
  • Bestehende Zeitreihen permafrostwirksamer Messgrößen (Messung der Basistemperatur der Schneedecke,  Messung der Bodenoberflächentemperatur und Messung der bodennahen Temperaturen) im Sonnblickgebiet, die im Jahr 2006 begonnen wurden, fortzuführen.
  • Überwachung der Steinschlag- und Felssturzaktivitäten im Bereich der Nordwand am Hohen Sonnblick mittels passiver Seismik (zeitliche Komponente) und drohnenbasierter Photogrammetrie (räumliche Komponente), im Hinblick auf die Standortsicherheit des Gebäudekomplexes sowie zur Verknüpfung des Gefährdungspotentials für Mensch und Tier in dieser und vergleichbaren Zonen Österreichs.
  • Integrative Darstellung der Einzelergebnisse aller angewandten Messsysteme des Permafrost-Monitorings am Sonnblick (Bohrlochmessungen, Steinschlag- und Felssturzaktivitäten in Zusammenhang mit atmosphärischen Bedingungen, Einfluss der räumlichen Schneedeckenverteilung).
Ergebnisse

Der ausgeprägt variable Energieaustausch zwischen Boden und Atmosphäre bewirkt ebenso starke raum-zeitliche Schwankungen der Bodentemperatur im alpinen Untersuchungsgebiet. Neben den topographischen und geomorphologischen Faktoren, spielt der Schnee mit seiner isolierenden Wirkung und seinem Einfluss auf die Reflexion der einfallenden Strahlung eine besondere Rolle.

Die bisher vorliegenden Messungen aus den PERSON Untersuchungen zeigen, dass im Sonnblickgebiet für Seehöhen über 2500m Permafrost für Nordexpositionen wahrscheinlich ist, für Südexpositionen gilt dies für Seehöhen über 2750m.

Projektbeginn 02.2019
Projektende 01.2024
Projektteam
AnsprechpersonAbteilungEmailTelefon
REISENHOFER Stefan Mag.Klimasystem und Klimafolgen+43(0)5574 42554
Finanzierung

Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus

Publikationen

Schöner W., Boeckli l., Hausmann H., Otto J., Reisenhofer S., Riedl C. and S. Seren (2012): Spatial Patterns of Permafrost at Hoher Sonnblick (Austrian Alps) - Extensive Field-measurements and Modelling Approaches. Austrian Journal of Earth Science 105

Website https://www.sonnblick.net/de/daten/aktuelle-messdaten/permafrost/
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