Übersicht

Wie häufig werden Erdbeben in Österreich verspürt?
Wo sind die typischen Erdbebengebiete?

Etwa 48 Erdbeben werden pro Jahr verspürt

In Österreich werden von der Bevölkerung durchschnittlich 48 Erdbeben pro Jahr wahrgenommen - dies entspricht im Mittel etwa vier Erdbeben pro Monat. Die meisten Beben machen sich durch ein deutliches Rütteln bemerkbar, doch etwa alle zwei bis drei Jahre muss in Österreich auch mit leichten Gebäudeschäden durch ein stärkeres Erdbeben gerechnet werden. Schwere Schäden an Gebäuden (I0 > 8° EMS) kommen bedeutend seltener vor, hier beträgt die durchschnittliche Wiederkehrperiode etwa 75 Jahre.

Erdbeben_2000-2020
Gefühlte Beben in Österreich seit 2000

Im Durchschnitt von 21 Jahren ereignen sich die meisten fühlbaren Erdbeben in Tirol, gefolgt von Niederösterreich, Steiermark, Kärnten, Vorarlberg, Oberösterreich, Salzburg und Burgenland. Starke Erdbeben können in weiten Teilen des Bundesgebietes verspürt werden. Mehrmals pro Jahr werden Erdbeben, die sich im benachbarten Ausland ereignen, auch in Österreich von der Bevölkerung wahrgenommen. Davon sind am häufigsten die Bundesländer Kärnten, Tirol und Vorarlberg betroffen.

Beben 2000 bis 2020

Verspürte Erdbeben in den einzelnen Bundesländern bzw. im angrenzenden Ausland (Durchschnitt von 21 Jahren). © ZAMG Geophysik.

Die Anzahl der instrumentell registrierten und in Österreich lokalisierten Erdbeben beträgt etwa 600 pro Jahr, also mehr als das Zehnfache der fühlbaren Ereignisse.


Die typischen Erdbebengebiete

Erdbeben entstehen, wenn sich Spannungen im Untergrund ruckartig lösen, die durch die Bewegung tektonischer Platten aufgebaut wurden. In Europa wird das tektonische Spannungsfeld von der Adriatischen Platte bestimmt, die nach Norden driftet und auf die Eurasische Platte trifft. Eine Folge dieser Kollision ist die Auffaltung der Alpen, die in Zusammenhang mit der Erdbebenaktivität steht.

Erdeben_1000_2020_1
Epizentrenkarte Österreichs - Darstellung aller gefühlten Beben seit dem Jahr 1000 © ZAMG Geophysik.

Grundsätzlich können beinahe überall in Österreich Erdbeben vorkommen. Wie sich in der Epizentrenkarte deutlich abzeichnet, liegen die meisten Erdbeben jedoch im Bereich der bedeutenden, tektonisch aktiven Zonen Österreichs. Dazu gehören:

- Rheintal in Vorarlberg
- Inntal und Seitentäler
- Mur- und Mürztal
- Semmeringgebiet
- Wiener Becken

Niederösterreich
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Erdbebengefahr in Niederösterreich

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Wien
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Erdbebengefahr in Wien

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Burgenland
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Erdbebengefahr im Burgenland

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Steiermark
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Erdbebengefahr in der Steiermark

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Oberösterreich
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Erdbebengefahr in Oberösterreich

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Tirol
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Erdbebengefahr in Tirol

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Kärnten
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Erdbebengefahr in Kärnten

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Salzburg
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Edbebengefahr in Salzburg

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Vorarlberg
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Erdbebengefahr in Vorarlberg

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Live-Seismogramm
Historische Erdbeben
Holzschnitt aus der 'Weltchronik' von Hartmann Schedel, 1493. 'Und der Engel nahm das Rauchfaß und füllte es mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde, und Donner folgten, Getöse, Blitze und Beben.' Offenbarung 8,5 © ZAMG Geophysik Hammerl
Magnetik
Willkommen bei der Magnetik der geophysikalischen Abteilung der ZAMG. © ZAMG Geophysik
Conrad Observatorium
Willkommen am Conrad Observatorium. © Gerhard Ramsebner