Neoklima

Gemessene Klimaschwankungen aus 250 Jahren

Nach der Besprechung der Klimaentwicklung in erdgeschichtlichen Zeit- und Raummaßstäben richtet sich der Blick nun auf die letzten 250 Jahre und auf Österreich. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts liegen für den Alpenraum direkte Messdaten vor, die – nach der notwendigen Homogenisierung – Aussagen über die Klimavergangenheit mit größerer Präzision und Sicherheit als Rekonstruktionen zulassen. Die Messdaten aus dem Alpenraum sind auch deshalb wertvoll, weil sie weit in die vorindustrielle Zeit reichen und somit einen Vergleich des heutigen, vom Menschen mitbeeinflussten Klimas mit rein natürlich gesteuerten Klimaverhältnissen ermöglichen.

Lufttemperatur
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Der Anstieg der Lufttemperatur im 20. Jahrhundert steht fest. Doch warum stieg die Temperatur in Österreich stärker als im globalen Mittel?

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Niederschlag
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Haben die steigenden Temperaturen auch zu einer Zunahme der Niederschläge geführt?

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Sonnenschein
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Hat der Klimawandel des 20. Jahrhunderts mehr oder weniger Sonnenschein mit sich gebracht?

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Extremwerte
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Lässt sich in den Messdaten eine Zunahme extremer Klimaschwankungen ablesen oder wird dieser Eindruck nur von den Medien suggeriert?

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Hitze
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Messdaten zeigen, dass Hitzeperioden häufiger geworden sind. Temperaturschwankungen bleiben konstant.

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Starkniederschlag
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Trends der mittleren Niederschlagssummen und der Starkniederschläge im Aplenraum zeigen ein räumlich sehr variables Bild.

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Stürme
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Die Sturmtätigkeit kann aus Luftdruckdaten abgeleitet werden, um so das Auftreten und die Häufigkeit von Stürmen zu analysieren.

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Im Gegensatz zum nur durch Proxy-Daten abgedeckten Hauptteil der Klimageschichte, stehen für das Zeitalter der instrumentellen Klimamessung Informationen über mehrere Klimaelemente (neben Lufttemperatur und Niederschlag auch Luftdruck, Sonnenschein, Bewölkung usw. sowie deren Extreme usw.) zur Verfügung. Für den Alpenraum und Österreich sind sie in der HISTALP-Datenbank umfassend aufbereitet, homogenisiert und bereitgestellt worden. Alle drei Monate werden für die zurückliegende Jahreszeit aktualisierte regionale Klimareihen Österreichs von Lufttemperatur, Niederschlag und Sonnenschein veröffentlicht und kommentiert. Einige grundlegende Methoden, wie sie zu den Aussagen der nächsten Unterkapitel geführt haben, sind im Kapitel Klimadatenaufbereitung erklärt.

 

Literatur:

Auer I., Böhm R., Schöner W. (2001): Austrian long-term climate 1767–2000. Multiple instrumental climate time series from Central Europe. Österreichische Beiträge zu Meteorologie und Geophysik 25. Wien: Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, doi:10.1002/joc.754

Auer I., Böhm R., Jurkovic A., Lipa W., Orlik A., Potzmann R., Schöner W., Ungersböck M., Matulla C., Briffa K., Jones P.D., Efthymiadis D., Brunetti M., Nanni T., Maugeri M., Mercalli L., Mestre O., Moisselin J.M., Begert M., Müller-Westermeier G., Kveton V., Bochnicek O., Stastny P., Lapin M., Szalai S., Szentimrey T., Cegnar T., Dolinar M., Gajic-Capka M., Zaninovic K., Majstorovic Z., Nieplova E. (2007): HISTALP – historical instrumental climatological surface time series of the greater Alpine region 1760–2003. International Journal of Climatology 27, 17–46, doi: 10.1002/joc.1377

Böhm R., Auer I., Schöner W., Ganekind M., Gruber C., Jurkovic A., Orlik A., Ungersböck M. (2009): Eine neue Website mit instrumentellen Qualitätsklimadaten für den Großraum Alpen zurück bis 1760. Wiener Mitteilungen 216: 7–20 (PDF-Datei; 0,9 MB)

University of East Anglia: Climatic Research Unit. http://www.cru.uea.ac.uk, abgerufen am 18.6.2010

ZAMG: HISTALP. http://www.zamg.ac.at/histalp, abgerufen am 18.6.2010

Sonnblick-Observatorium
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Phänologie-PhenoWatch
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HISTALP
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