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Anrissgebiet im Bereich der sog.
"Schlapfen" |
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Auslauf zur Kälberalm mit frischem
Schneebrett |
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Schneeprofil vom 5.3.01, Triebenkogel
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Am 03.03.2001 ereignete sich im Gebiet der
Seckauer Alpen (Niedere Tauern) ein Lawinenunglück mit tödlichem
Ausgang. Eine Gruppe von 4 Tourengehern bestieg an diesem Tag den
Triebenkogel (2055m) über den Normalweg. Während 2 Personen für
die Abfahrt die Aufstiegsvariante benutzten, entschlossen die
beiden anderen Schifahrer nordseitig direkt zur Kälberhütte
(1442m) abzufahren. Diese Abfahrtsvariante mündet nach etwa 250
Höhenmetern im Bereich der sogenannten "Schlapfen" in eine ca. 41°
steile, nach Norden ziehende, etwa 500m lange Rinne. Die steile,
stark eingewächtete Rinneneinfahrt wurde staffelnd überwunden,
dabei dürfte der nach vorne sich verjüngende Wächtenkeil
angerissen worden sein. In Folge wurde ein nasses Schneebrett
ausgelöst, welches einen der beiden Schifahrer verschüttete.
Die andere Person fuhr
daraufhin zu Tal, um Hilfe zu holen, nachdem er seinen Kameraden
nicht finden konnte. Somit wurde sein Begleiter erst ca. 3 Stunden
nach dem Unfall geborgen. Dieser wurde mit dem Hubschrauber ins
LKH nach Rottenmann gebracht, wo er kurze Zeit später verstarb.
Der Anriss erfolge in 1740m Seehöhe, die
Anrisshöhe betrug ca. 80cm. Als Gleitfläche für die durch
Windverfrachtrung entstandene Schneeauflage diente ein
verharschter Schneehorizont. Bodennah wurde Schwimmschnee
registriert. Die Schneedecke war bis zum Grund durchfeuchtet. Die
Bereiche außerhalb der Rinne waren teilweise stark abgeweht und
trugen nur wenig Schnee. Der Auffindungsort des Verschütteten lag
ca. 150m unterhalb des Anrisses in 0,5 Meter Tiefe.
Die Tage vor dem Lawinenereignis waren von
einer Südwest- bis Westströmung bestimmt, am 02. und 03. wurde an
der Station Hohentauern stürmischer Südwestwind registriert. Im
Lawinenlagebericht vom 03.03. wurde auf die kräftige Erwärmung in
allen Höhenlagen hingewiesen, die Temperaturen in 2000m stiegen
vom 02. auf 03. von -12 Grad auf +2 Grad.
A.P.
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