Klimafolgen
Auswirkungen des Klimas – Auswirkungen auf das Klima
Das Klima der Erde als der mittlere Zustand der Atmosphäre steht mit den anderen Erdsphären, der Lithosphäre, Hydrosphäre, Kryosphäre, Biosphäre und der Pedosphäre, in Wechselwirkung. Deutlich sichtbar manifestiert sich die enge Beziehung zwischen Klima und Kryosphäre. Da unsere Gruppe gerade hier einen Schwerpunkt ihrer Expertise besitzt, stehen die Auswirkungen des Klimawandels auf Eis und Schnee im Vordergrund.
- Eisschilde
Die größten Ansammlungen an Schnee und vor allem Eis auf der Erde findet man in Form der kontinentalen Eisschilde der Antarktis und Grönlands. Diese reagieren auf das Erdklima, haben aber aufgrund ihrer Größe selbst einen unmittelbaren Einfluss darauf.
- Gebirgsgletscher
Gebirgsgletscher reagieren sensibel auf Klimaveränderungen. Der derzeitige starke Schwund der österreichischen Gletscher wird sich in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen.
- Meeresspiegel
Das Abschmelzen der globalen Eismassen steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Anstieg des Meeresspiegels, dessen zukünftige Entwicklung eine der zentralen Fragen der internationalen Klimaforschung darstellt.
- Meereis
Rückkopplungsprozesse wie der Eis-Albedo-Effekt kommen auch bei der Beziehung zwischen Meereis und Klima zum Tragen. Allerdings regieren Arktis und Antarktis bisher unterschiedlich.
- Permafrost
In Hochgebirgsregionen kommt dem Permafrost große Bedeutung für die Stabilität von Schutt- und Felshängen zu. Sein Abschmelzen gefährdet die Sicherheit von Gebäuden und Menschen.
- Schnee
Die Abnahme des Schneeanteils am Gesamtniederschlag trifft Österreich als Wintersportland besonders hart. Und diese Abnahme ist bereits deutlich messbar.
- Fließgewässer
Änderungen des Niederschlags und der Lufttemperatur wirken auch auf den Wasserkreislauf. Die Abflusstrends der Flüsse sind österreichweit uneinheitlich.
- Hochwasser
Lange und belastbare Hochwasserreihen aus Mitteleuropa liegen für die Elbe und die Oder vor. Tatsächlich sind auf den Klimawandel zurückführbare – aber für viele wohl unerwartete – Hochwassertrends erkennbar.
- Pflanzen- und Tierwelt
Flora und Fauna reagieren rasch auf klimatische Änderungen. Die Vegetationsperiode verlängert sich, Termine für Aussaat und Ernte verschieben sich ebenfalls.
- Wasserwirtschaft
Das Wasserkraftpotenzial ist in Österreich zwar räumlich und zeitlich höchst variabel, scheint aber in den kommenden Jahrzehnten keinen entscheidenden Veränderungen zu unterliegen.
- Tourismus
Im Gegensatz zur Wasserwirtschaft ist der Wintertourismus in seiner heutigen Form von der Abnahme der Schneedecke ernsthaft bedroht. Dagegen eröffnen sich neue Möglichkeiten in der Sommersaison.
Die Bedeutung der Klimafolgenforschung
Studien zu den Auswirkungen des Klimawandels sind ein wesentlicher Teil der Klimaforschung. Die Ergebnisse der Klimafolgenforschung bilden die Grundlage für Vermeidungs- und Minderungsstrategien oder notwendige Anpassungsmaßnahmen in der Gesellschaft.
Weitere Informationen:
klimaforschung@zamg.ac.at (ws/rb)
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