Bei der Diskussion um Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden durch Luftschadstoffe stellt sich immer wieder die Frage nach den Verursachern der Belastung. Die ZAMG untersucht, aus welchen Gebieten die belastete Luft antransportiert wird. Unter einer Trajektorie versteht man den Weg, den die Luft in einem bestimmten Zeitraum zurücklegt. Mit Hilfe von statistischen Auswertungen von Trajektorien können Luftströmungen untersucht werden, die mit hoher (rot) oder niedriger (blau) Schadstoffbelastung in Österreich verbunden sind.
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Feinstaub
Feinstaub (PM10) Hohe Belastungen in Ostösterreich treten bei Transport aus Nordosten und Südosten (rote „Pfade“) auf. Die starke flächenhafte Rotfärbung im Nahbereich der ostösterreichischen Messstellen zeigt daneben aber auch die Wichtigkeit lokaler Quellen.
Stickoxide
Stickoxide Hohe Belastungen sind eine Folge von Emissionen aus Österreich selbst oder von unmittelbar angrenzenden Gebieten (rot). Aufgrund der sehr kurzen Lebensdauer (ungefähr 1 Tag) spielt Ferntransport im Gegensatz zu SO2 kaum eine Rolle.
Schwefeldioxid
Schwefeldioxid Hohe Belastungen bei Transport aus Nordosten und Südosten (rote „Pfade“) weisen auf SO2-Ferntransport aus Südpolen und aus Südosteuropa hin. Bei Westströmungen sind die Belastungen (blau) meist niedrig.