Am 27. März 1998 morgens wurde in Margarethen am Moos südöstlich von Wien eine stark riechende Substanz (Schmiermittelzusatz) freigesetzt, welche zu Geruchswahrnehmungen in großen Teilen Wiens führte. Die Verlagerung dieser Geruchswolke wurde von der Abteilung für Umweltmeteorologie der ZAMG im Nachhinein unter Verwendung der Windinformationen der meteorologischen Stationen im Raum Wien mit einem Lagrangeschen Ausbreitungsmodell simuliert.
Ausgangssituation
Geruchsmeldungen bei Gendarmerie.
Die Verlagerung der Geruchswolke über weite Teile des Stadtgebiets ist durch zahlreiche Beschwerden bei den Gendarmerie-Kommandos dokumentiert.
Methodik
Aus den zur Verfügung stehenden Windinformationen (TAWES, Luftgütemessnetz) wurde unter Verwendung des Windfeldmodells TAMOSW die Verlagerung der Geruchswolke ermittelt. Die Ausbreitung der Geruchswolke wurde mit einem Lagrangeschen Ausbreitungsmodell unter Vorgabe dieser Verlagerung berechnet.
Ergebnisse
Berechnete Verteilung der Geruchswolke um 10:30 und Hauptachse der Verlagerung (Trajektorie in schwarz).
Die Simulation stimmt kurz nach Freisetzung gut mit den dokumentierten Geruchswahrnehmungen überein; je länger der Simulationszeitraum wird, desto größer werden die Unsicherheiten.