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Österreichisches Geruchsausbreitungsmodell

Abk.Projekt AODM
ThemenbereichGeruchsausbreitung
Statusabgeschlossen
ZusammenfassungIn Zusammenarbeit mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien wurde das Österreichische Geruchsausbreitungsmodell AODM entwickelt. Das AODM ist ein Gauß – Modell, das die für die Geruchswahrnehmung wichtigen Momentankonzentrationen parameterisiert und variable Emissionen (z. B. Tagesgang der Geruchsemissionen aufgrund der Aktivität der Tiere in Stallungen) berücksichtigt. Im folgenden wird beispielhaft die Variationsbreite für die berechneten richtungsabhängigen Schutzabstände gezeigt.
Methodik






Die Formel für die Momentankonzentration enthält den Indices m für Mittelwert (z. B. eine Halbstunde) und p (“peak”) für Momentanwert (z. B. Zeitbereich eines menschlichen Atemzugs, 5 Sekunden). Der Exponent a ist von der Stabilität abhängig.

Die resultierenden quellnahen Momentanwert – Faktoren Y0 sind der Tabelle zu entnehmen. Neben den Standardfaktoren des AODM sind auch solche einer Richtlinie aus Texas enthalten. Letztere enthält auch Faktoren für stabile Ausbreitungsklassen (AK) 6 und 7.

Für die Entfernungsabhängigkeit der Momentanwert – Faktoren wird eine exponentielle Abklingfunktion eingeführt, für die das Verhältnis sigma/u (Standardabweichung/Windstärke) bekannt sein muss. Es kann entweder aus der Literatur oder aus Ultraschall - Anemometerdaten abgeleitet werden. Ein Beispiel für entfernungsabhängige Momentanwert – Faktoren enthält die nebenstehende Abbildung. Man erkennt, dass ab 100 m Entfernung von der Quelle die neutrale Klasse 4 die höchsten Momentanwert – Faktoren aufweist.

Ergebnisse


Ein Beispiel für richtungsabhängige Schutzabstände für einen projektierten Betrieb mit 1000 Mastschweinen in der Weststeiermark enthält die nebenstehende Abbildung. Für die aus Südwest wehenden Talauswinde ergeben sich die größten, für die aus Nordost wehenden Taleinwinde geringere Schutzabstände.

Bei Wahl der Texas – Faktoren ergeben sich die höchsten Schutzabstände. Bestimmt man sigma/u aus Ultraschall – Anemometerdaten („Sonic“), so sind die Abstände am kleinsten, und die Unterschiede zwischen den Richtungen verringern sich. Dieses wichtige Ergebnis muss noch mit weiteren Messdaten von verschiedenen Standorten untermauert werden.

Projektbeginn2002
Projektende2004
Projektteam
Ansprechpartner Abteilung Fachgebiet E-Mail Telefon
Petz Erwin ZAMG Wien/UMW +43 1 36026 2404
Piringer Martin Dr.Fachabteilung UmweltmeteorologieLeitung +43 1 36026 2402
ProjektpartnerVeterinärmedizinische Universität Wien
Institut für Medizinische Physik und Biostatistik
Veterinärplatz 1, 1210 Wien
Prof. Dr. Günther Schauberger
FinanzierungLandeshygieniker für Steiermark; Steiermärk. Landesregierung, Fachabteilung 17C (Techn. Umweltkontrolle und Sicherheitswesen)
PublikationenPiringer, M., E. Petz, I. Groehn, G. Schauberger, 2006: A sensitivity study of separation distances calculated with the Austrian Odour Dispersion Model (AODM). Atmos. Env., accepted.
Website www.geruch.at