Die Mischungshöhe, jener vertikale Bereich, in welchem in Bodennähe freigesetzte Spurenstoffe verteilt werden, ist für Ausbreitungsmodelle eine wichtige Eingangsgröße. In der Abteilung für Umweltmeteorologie der ZAMG wurde ein Programmpaket TAMOSP entwickelt, mit welchem aus Radiosondenprofilen und Messdaten der meteorologischen Bodenstationen Felder der stündlichen Mischungshöhen berechnet werden. TAMOSP Ergebnisse und MM5 Berechnungen wurden mit Sodar- und Fesselballon- Messungen verglichen.
Methodik
Ein Sodar (sound detection and ranging) ist seit 1996 kontinuierlich in Allentsteig im Waldviertel im Einsatz. Für das Jahr 1997 wurden Zeitreihen der Mischungshöhe aus den Sodar- und Radiosondendaten unter Anwendung verschiedener Methoden erstellt und mit Modellberechnungen verglichen.
Ergebnisse
Fesselballon
MM5
SODAR
Zeitliche Entwicklung des Windes in den untersten 700m über Grund aus SODAR - Messungen in Allentsteig am 28. und 29. Oktober 1997.
Vom 28. bis 30. Oktober 1997 wurden zusätzlich am Sodarstandort stündliche vertikale Temperatur-, Feuchte- und Windprofile mittels eines Fesselballons gemessen und mit MM5 Simulationen für diesen Zeitraum verglichen.
Modellierte Entwicklung der Temperatur und des Windes in den untersten 600 m über Grund (Farbflächen in °C). Die Modellergebnisse stimmen mit den Fesselballonmessungen gut überein.