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Linz (Teil 2)

ThemenbereichFallstudie 8 – 10. Februar 2005
ZusammenfassungIn diesem Zeitraum traten im Raum Linz die höchsten PM10-Konzentrationen des Winters 2004/05 auf. Es herrschte winterliches Hochdruckwetter mit überwiegend klarem Himmel, schwachem meist östlichem Wind und einer langsam absinkenden Höheninversion, die das zur Verdünnung verfügbare Luftvolumen zunehmend einschränkte.
Ergebnisse








Die Abbildung zeigt den zeitlichen Verlauf der PM10 – Konzentrationen. Man erkennt einen kontinuierlichen Anstieg auf Spitzenwerte bis 300 µg/m3. Der Tagesmittel – Grenzwert von 50 µg/m3 wird deutlich überschritten.

Die mit dem Sodar/RASS am 8. 2. gemessenen Daten zeigen kräftigen Südostwind tagsüber und schwächeren Wind nachts, der zwischen Nordost und Südost wechselt. Das unterste Niveau zeigt die Winddaten des Ultraschall-Anemometers, die besonders tagsüber gut mit den RASS-Daten übereinstimmen.

Aufgrund der stündlichen Fesselballonaufstiege meist bis 900 m Höhe ergibt sich ein detailliertes Bild der vertikalen Temperaturschichtung. In Bodennähe herrscht ein deutlicher Tag – Nacht – Gegensatz mit Temperaturen etwas über dem Gefrierpunkt tagsüber und bis zu –10°C nachts. Eine bodennahe Inversion ist nachts kaum ausgeprägt. Dafür liegt in höheren Luftschichten deutlich wärmere Luft, die mit der herrschenden großräumigen Südwestströmung herantransportiert wird. Der Bereich mit der stärksten Temperaturzunahme mit der Höhe liegt anfangs bei rund 600 m Höhe und sinkt langsam auf rund 300 bis 400 m Höhe ab, hervorgehoben durch die blau strichlierte Linie. Zusammen mit dem schwachen Wind erklärt dies die hohe PM10 – Belastung am 10. Februar.


Das Sodar am Traunspitz zeigt am 10. 2. in Bodennähe sehr schwachen Wind. Zusammen mit der niedrigen Sperrschicht erklärt diese austauscharme Situation die hohen PM10 – Spitzen.

Projektteam
Ansprechpartner Abteilung Fachgebiet E-Mail Telefon
Piringer Martin Dr.Fachabteilung UmweltmeteorologieLeitung +43 1 36026 2402