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TAMOS ALADIN

Abk.TAMOS
ThemenbereichTAMOS Krisenmodellsystem auf Basis von mesoskaligen ALADIN-Prognosen
Statuslaufend
ZusammenfassungDie Abteilung für Umweltmeteorologie der ZAMG entwickelt und betreut das Krisenmodellsystem TAMOS für nukleare Störfälle. Dabei werden an der ZAMG die Zugwege (Trajektorien) der kontaminierten Wolken sowie Konzentrations- und Depositionsfelder berechnet und an das staatliche Krisenmanagement weitergeleitet. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Wetterlage wird damit abgeschätzt, ob, wann und wo kontaminierte Luftmassen nach Österreich transportiert werden und wie hoch die Belastungen voraussichtlich sein werden.
AusgangssituationDie meteorologischen Prognosefelder werden mit dem Ausbreitungsmodell FLEXPART und dem Trajektorienmodell FLEXTRA verknüpft.
ProjektzieleBenutzerfreundliche Oberfläche für die rasche Anwendung des Modellsystems bei einem nuklearen Störfall in einem grenznahen Kernkraftwerk.
MethodikBei grenznahen Störfallorten werden die Prognosen ausgehend von den Windfeldern des mesoskaligen Prognosemodells ALADIN vorgenommen. Die ALADIN-Felder sind über Mitteleuropa verfügbar und haben eine Horizontalauflösung von 9.6 km. Das Modell ALADIN wird 2-mal täglich an der ZAMG gerechnet und liefert Prognosen bis zu 48 Stunden. Bei Störfällen in Anlagen, die außerhalb des ALADIN-Modellgebiets liegen, werden die Berechnungen auf der Basis großräumiger ECMWF-Felder vorgenommen.
AbwicklungDie Pflege und Weiterentwicklung des Modellsystems erfolgt laufend.
Ergebnisse
Modelliertes Depositionsfeld
Modelliertes Depositionsfeld: Nasse und trockene Deposition von Cs137 nach 48 Stunden. Im Depositionsfeld ist die Änderung der Transportrichtung deutlich erkennbar.
© ZAMG
Tarjektorienvisualisierung nach simuliertem AKW-Unfall
Kleinräumige Trajektorien, die vom AKW Neckarwestheim ausgehen, überstreichen mit einer westlichen Strömung Österreich. Je nach Starthöhe werden unterschiedliche Gebiete überstrichen, und nach 24 Stunden ist in der Höhe von 850 hPa eine Änderung der Transportrichtung deutlich erkennbar.
© ZAMG
Obenstehende Abbildungen zeigen Ergebnisse der Trajektorien- und der Ausbreitungsrechnung vom AKW Neckarwestheim (17.11.2005). Mit einer westlichen Strömung wird Luft von Neckarwestheim nach Österreich transportiert, die nach 24 Stunden die Transportrichtung nach Süd ändert. Die Ergebnisse zeigen einen gute Übereinstimmung mit den Ergebnissen, die auf Basis der ECMWF-Felder gewonnen wurden. Auch sind feinere Strukturen aufgrund der guten Modellauflösung deutlich erkennbar.
FinanzierungStrahlenschutz