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SkyObserver

Abk.SkyObserver
Statusim Laufen
ZusammenfassungBeim Auftreten von Gefahrenlagen wie etwa beim unkontrollierten Austritt von flüssigen oder gasförmigen Schadstoffen jeglicher Art ist die robuste Erfassung und Vorhersage möglicher Schadensauswirkungen von entscheidender Bedeutung für die Planung der Rettungseinsätze. Zudem spielt das schnelle Auffinden von vor der Gefahr fliehenden Personen eine entscheidende Rolle. Auf Basis von unbemannten Kleinstfluggeräten (Unmanned Air Vehicles - UAVs) soll ein Lagebild erstellt werden, das die Einsatzleitung bei der optimalen Koordinierung der Einsatzkräfte unterstützen kann. Diese unbemannten Kleinstflugzeuge sollen Sensoren ausgestattet werden, die die Erkennung von gefährlichen Schadstoffen sowie von sich bewegenden Personen direkt vor Ort ermöglichen. Auf Basis dieser Daten wird eine bessere Koordinierung von Einsatzkräften im Katastrophenfall möglich sein.
Methodik
Prototyp der Drohne (ohne Tragflächen, mit Autopilot)
Prototyp der Drohne (ohne Tragflächen, mit Autopilot)
Bei Gefahrenlagen wie etwa beim unkontrollierten Austritt von flüssigen oder gasförmigen Schadstoffen jeglicher Art gestaltet sich die Arbeit für die Einsatzkräfte oftmals sehr zeitaufwändig. Zudem besteht eine hohe Gefährdung der Gesundheit und oftmals auch des Lebens der Einsatzkräfte. Die Erforschung von neuen Methoden zur sehr schnellen, umfassenden, die Einsatzkräfte weniger selbst gefährdenden und zudem kostengünstigen Erfassung der Gefahren- und Schadenslage ist das Ziel dieses Projektes.

Auf Basis von vernetzten unbemannten Kleinstfluggeräten soll ein Lagebild erstellt werden, welches die Einsatzleitung bei der optimalen Koordinierung der Einsatzkräfte unterstützt. Die unbemannten Kleinstfluggeräte müssen mit einer miniaturisierten Sensorik zur Detektion von unbekannten Schadstoffen ausgerüstet werden. Weiters ist die Mitführung von miniaturisierten bildbasierten Sensorsystemen notwendig, um Evakuierungsexperten bei der schnellen Auffindung der vor der Gefahr fliehenden Personen zu unterstützen. Diese Informationen bilden die Basis für die Evakuierungspläne. Die Signalauswertung erfolgt bereits an Bord der unbemannten Luftfahrzeuge, um die über Funk zu sendende Datenmenge deutlich zu reduzieren.

Ausbreitungsmodellierung toxischer Gase dient als Grundlage für die Missionsplanung vor Einsatz der Kleinstflugzeuge. Die unbemannten Kleinstflugzeuge müssen sich untereinander vernetzen und ihre Einsätze dynamisch im Rahmen einer Gruppenkoordination planen, damit es immer eine robuste möglichst zeitoptimale Abdeckung des Einsatzraumes gibt und es zu keinen Kollisionen kommen kann. Der Vernetzung der Systeme kommt somit ein entscheidender Stellenwert zu.

Die erfassten Sensorwerte werden nach der Übermittlung an die Basisstation dort in weiterer Folge in ein zentrales Lagebild integriert. Die Schadstoffmessdaten dienen zur verbesserten Vorhersage der Ausbreitungsrichtung der Schadstoffwolke unter Berücksichtigung von GeoDISdaten und Wetterinformation.

Die geistes- und sozialwissenschaftlichen Aspekte werden in Form von Umfragen zur Erhebung der Akzeptanz der entwickelten Technologien bei den Einsatzorganisationen und bei den Bürgerinnen und Bürger, berücksichtigt. Weitere Aspekte, die berücksichtigt werden, beziehen sich auf luftfahrtrechtliche Themen und die Entwicklung eines Leitmarktes.

ErgebnisseDas Projekt und erste Ergebnisse werden auf der 13th International Conference on Harmonisation within Atmospheric Dispersion Modelling for Regulatory Purposes in Paris präsentiert (1.-4.6.2010).
Projektbeginn07.2009
Projektende09.2011
Projektteam
Ansprechpartner Abteilung Fachgebiet E-Mail Telefon
Baumann-Stanzer Kathrin Dr.ZAMG Wien/UMWUmweltmeteorologie +43 1 36026 2405
Stenzel Sirma Mag.ZAMG Wien/UMWUmweltmeteorologie +43 1 36026 2412
ProjektpartnerAustrian Research Centers GmbH – ARC (ARC)
AeroSpy Sense & Avoid Technology GmbH (AS)
Johannes Kepler Universität Linz (JKU)
SG concepts gmbh (SG)
Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV, Bedarfsträger)
Berufsfeuerwehr Linz (BFWL, Bedarfsträger)
Market Marktforschungs-Gesmbh & CoKG (MARKET)
NOVOTECH Elektronik GmbH (NOVO)
FinanzierungDas Projekt wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramms KIRAS durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert-
Websitewww.kiras.at; www.bmvit.gv.at