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RetoMod

Abk.RetoMod
ThemenbereichVerkehrsunfälle mit Freisetzung toxischer Gase - Schadstoffausbreitungsmodelle und ihre Praxistauglichkeit für die Feuerwehr
Statusabgeschlossen
Zusammenfassung

Ansicht der meteorologischen Station bei der Erdberger Brücke
Die Feuerwehr benötigt bei unfallbedingtem Austreten eines toxischen Gases, insbesondere bei Verkehrsunfällen mit Beteiligung eines Gefahrenguttransportes, vor Ort eine rasche Information
1. über die Richtung und Dimension der Ausbreitung der Gase und
2. über die Größe des Bereichs, in welchem adäquate Schutzmassnahmen getroffen werden müssen.
Ziel dieses Projektes ist die Auswahl und Nutzbarmachung eines Ausbreitungsmodells zur Berechnung dieser Informationen und die Festlegung der für die Ausbreitungsrechnung erforderlichen meteorologischen Information. Die Nutzbarkeit des Nowcastingsystems INCA <-(www.zamg.ac.at/forschung/synoptik/inca) für die Zwecke der Wiener Feuerwehr wird anhand von Vergleichsmessungen geprüft.
Als Anwendungsbereich werden Verkehrsunfallszenarien mit möglicher Freisetzung toxischer Gase untersucht. Die Auswahl dieser Szenarien erfolgt mit Unterstützung der OMV Refining & Marketing GmbH (www.omv.com )und der Firma SyneX GmbH (www.synex.at ).Es werden geeignete Schadstoffausbreitungsmodelle hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit getestet. Unter Einbeziehung der bestehenden Erfahrungen der österreichischen Feuerwehren sowie der C-Abwehr des österreichischen Bundesheeres wird eine optimale Vorgangsweise für den praktischen Einsatz durch die Feuerwehr erarbeitet.
Methodik

ALOHA - Ergebnisdarstellung in graphischer Form - Wirkungszonen
Meteorologische Eingangsdaten: Gebäude, Bewuchs oder lokale Geländestrukturen, die unter der Auflösung des INCA-Modellgitters (derzeit 1 km) liegen, können im Stadtbereich zu signifikanten Ablenkungen des vor Ort beobachtbaren Windes führen. Meteorologische Modelldaten können die Strömungsverhältnisse generell nur soweit repräsentativ darstellen als es ihrer Auflösung und den zugrunde liegenden Geländeinformationen entspricht. Um diese möglichen Unterschiede für zwei verkehrskritische Bereiche näher zu untersuchen, werden im gegenständlichen Projekt an zwei Standorten mobile meteorologische Stationen zur Erfassung des Windes, der Temperatur, Feuchte und Strahlungsbilanz über den Zeitraum von sechs Monaten betrieben. Die INCA Wind-, Feuchte-, und Temperaturanalysen und die Messungen werden verglichen. Die durch die Messungen dokumentierten Unterschiede werden hinsichtlich der Bedeutung für die Ausbreitungsrechnung ausgewertet und Empfehlungen für die Vorgangsweise in der Praxis (beispielsweise fallweise Kontrollmessungen mittels Handwindgeber) abgeleitet.
Modellrecherche und Befragung der Feuerwehren: Die Vor und Nachteile der derzeit verfügbaren Modelle für die praktische Anwendung bei der Wiener Feuerwehr werden von den Projektpartnern gemeinsam beurteilt und zwei bis drei Modelle zur genaueren Prüfung ausgewählt. Für Testrechnungen mit den gewählten Ausbreitungsmodellen werden von den Projektpartnern 3 - 4 Referenzszenarien (für Neutral- und Schwergas) festgelegt. Die Modellrechnungen werden durchgeführt, die Berechnungsergebnisse verglichen, Unterschiede, Unsicherheiten und eventuelle Probleme bei der Anwendung untersucht.
Ergebnisse

Häufigkeitsverteilung der Windrichtung an der Station Linz ORF-Zentrum

Häufigkeitsverteilung der Windrichtung - INCA Ergebnisse
© ZAMG
Auswahl eines Ausbreitungsmodells aufgrund der unter Methodik beschriebenen Untersuchungen und Erstellung einer Anleitung für die Feuerwehr zur Ermittlung und Eingabe der Eingangsdaten – insbesondere der meteorologischen Informationen. Das Projektergebnis wird im Rahmen einer etwa eintägigen Veranstaltung im Februar 2009 der Wiener Feuerwehr und weiteren Interessenten (z.B. Bundesheer, Rettungsdienste, andere Feuerwehren) vorgestellt.
Projektbeginn03.2008
Projektende02.2009
Projektteam
Ansprechpartner Abteilung Fachgebiet E-Mail Telefon
Baumann-Stanzer Kathrin Dr.ZAMG Wien/UMWUmweltmeteorologie +43 1 36026 2405
ProjektpartnerMagistrat der Stadt Wien, Magistratsabteilung 68,
Feuerwehr und Katastrophenschutz: Einsatzorganisation
Am Hof 9, 1010 Wien
Dr. Manfred Hirnschall

SyneX GmbH
Welser Straße 26, 4060 Leonding, Linz – Land
DI Gerhard Greßlehner

OMV Refining & Marketing GmbH
Lasallestrasse 3, 1020 Wien
Dr. Silke Haupt-Herting
FinanzierungDas Projekt wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramms KIRAS durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.
Websitewww.kiras.at; www.bmvit.gv.at