Die Abteilung für Umweltmeteorologie der ZAMG hat an einem großangelegten Vergleich von Modellanwendungen zur Berechnung von Immissionswerten innerhalb eines beidseitig bebauten Straßenquerschnitts teilgenommen, der im Rahmen des Förderprogramms BWPLUS (Baden-Württemberg Programm Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung) stattgefunden hat.
Projektziele
Bei bisherigen Untersuchungen zur Güte der Modellierung standen meistens die Ausbreitungsmodelle im Vordergrund. Das Ziel dieser Studie war, die mögliche Bandbreite der Ergebnisse von Immissionsberechnungen bei Vorgabe gleicher Eingangsdaten, aber Berechnung durch verschiedene Anwender (mit unterschiedlichen Methoden) aufzuzeigen. Im Sinne einer praxisnahen Anwendung wurde dieser Vergleich für eine bestehende Straße (Podbielski-Straße in Hannover) durchgeführt.
Methodik
Im deutschsprachigen Raum haben sich insgesamt 11 verschiedene Institutionen mit 14 verschiedenen Modellen/Methoden an der Untersuchung beteiligt, auf internationaler Ebene nahmen 9 Teilnehmer mit 8 Modellen teil. Die ZAMG beteiligte sich mit dem Ausbreitungsmodell MISKAM (Eichhorn, 1989) an der Studie.
Ergebnisse
Jahresmittelwerte für NO2 aus Modellläufen und Messungen (schraffiert: Vorbelastung; ZAMG: Teilnehmer Nr.7)
Berechneter Jahresmittelwert der NOx -Zusatzbelastung (in µg/m3)
Die statistischen Jahreskennwerte (Jahresmittelwerte und 98-Perzentilwerte) trafen die Messwerte in einem vorgegebenen Vertrauensband gut. Die Studie machte deutlich, dass die Qualität der Eingangsdaten, insbesondere der Verkehrsdaten, sehr großen Einfluss auf die Güte der Ergebnisse hat.