| Methodik | |

Kohlenmonoxid
| 
Ozon (Sommermonate)
| 
Stickoxide
| 
Ozon West-Ost Vertikalschnitt (Sommermonate)
| Von großer Wichtigkeit für die Interpretation der luftchemischen Messungen ist die Kenntnis, aus welchen Gebieten verunreinigte Luftmassen zu den Alpen gelangen.Die Abbildungen zeigen Regionen nördlich und südlich der Alpen (rot eingefärbt) als Quelle für erhöhte Stickoxidkonzentration an den hochalpinen Stationen Sonnblick, Jungfraujoch (Schweiz) und Zugspitze/Hohenpeißenberg (Deutschland). Hohe Kohlenmonoxid- und Ozonkonzentration wird gemessen, wenn die Luft aus dem Kontinent kommt, die Hauptquelle ozonreicher Luftmassen ist während der Sommermonate aber vor allem der Mittelmeerraum. Atlantische Luftmassen hingegen sind relativ sauber, sie haben einen unterdurchschnittlichen Ozon- und Kohlenmonoxidgehalt (blau). Herkunftsgebiete mit überdurchschnittlichem (rot) bzw. unterdurchschnittlichem Schadstoffgehalt für Stickoxide, Kohlenmonoxid und Ozon. Die Abbildungen beruhen auf statistischen Auswertungen der Luftströmungen („Trajektorien)“ und den luftchemischen Messungen an den hoch-alpinen Messstellen Sonnblick, Jungfraujoch (Schweiz) und Zugspitze/Hohenpeißenberg (Deutschland). Die Höhe, aus der ozonreiche Luftmassen zu den hochalpinen Regionen gelangen, zeigt ein deutliches West-Ost Gefälle (nebenstehende Abbildung): Luftmassen aus West sind unterhalb einer Höhe von rund 2000 m relativ ozonarm, östlich einer geografischen Länge von rund 8 Grad sind auch bodennahe Luftschichten ozonreich. Dies dürfte auf photochemische Ozonbildung, die durch Emissionen über dem Kontinent begünstigt wird, zurückzuführen sein.
|