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REBECCA

ZusammenfassungEntwicklung einer Methode zur Simulation von EPS-Satellitenbildern aus den Daten der METEOSAT-Bilder und deren Korrelationen mit EPS-Bildern zu früheren Zeitpunkten bzw. eines anderen Gebietes.
AusgangssituationIn der Meteorologie sind 2 grundsätzlich verschiedene Typen von Satelliten zur Beobachtung der Atmosphäre im Einsatz:
  • Einerseits gibt es geostationäre Satelliten (für Europa METEOSAT), die, über dem Äquator positioniert, mit hoher zeitlicher Auflösung Bilder des sichtbaren und infraroten Wellenlängenbereichs liefern; ein Bild umfasst (fast) eine Hälfte der Erdkugel, jedoch werden die Polargebiete aufgrund der Geometrie der Erde schlecht erfasst.
  • Polarbahnsatelliten umkreisen die Erde in viel geringeren Höhen in Bahnen, die jeweils von Pol zu Pol führen. Bei jedem Umlauf wird ein anderer Teil der Erde abgebildet, dieser jedoch mit höherer räumlicher Auflösung. Die Intervalle zwischen zwei Bildern für dasselbe Gebiet sind wesentlich größer als bei den geostationären Satelliten. Die Satelliten des europäischen Polarbahnsatellitenprogramms (EPS) haben auch eine Reihe neuer Messinstrumente an Bord, die es ermöglichen, Aussagen über die Zusammensetzung der Atmosphäre (Spurengase) zu geben.


Die Kombination der beiden Datenquellen sollte über eine subjektive Interpretation des Meteorologen hinausgehen und mittels Extrapolation der Daten (sowohl räumlich als auch zeitlich) die Vorteile der beiden System vereinen.
Projektziele

Feldverteilung einer "Independent Component" aus gemeinsamer Analyse mehrerer MSG-Kanäle. Interpretation und numerische Nutzung solcher Hauptkomponenten ist die wichtigste Aufgabe des Projekts. Unteres Bild: Eines der eingehenden ursprünglichen Satelliten
© ZAMG
Das Ziel dieses Projektes ist es, die Vorteile der beiden Satellitensysteme bestmöglich zu nutzen.

Es soll mittels ausgewählter mathematisch-statistischer Methoden versucht werden, Daten, wie sie jetzt nur von EPS geliefert werden, auch zu Zeitpunkten, an denen nur METEOSAT-Daten zur Verfügung stehen, zu berechnen. Dazu sind Untersuchungen über die Korrelationen der unterschiedlichen Bilder notwendig. Auch die räumliche Extrapolation über die Grenzen des schmalen (ca. 2000 km) Beobachtungsstreifen von EPS hinaus wird angestrebt.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zu einem operationellen Verfahren führen, das dem Meteorologen simulierte EPS-Produkte in hoher zeitlicher Auflösung und mit (soweit möglich) einer größeren räumlichen Ausdehnung liefert.
Methodik

eines der eingehenden ursprünglichen Satellitenbilder
© ZAMG
Ausgewählte numerische Verfahren (Faktorenanalyse etc.), die die Korrelationen der einzelnen Kanäle untereinander untersuchen und daraus gemeinsam zugrunde liegende Grundmuster herausfiltern, werden auf ihre Anwendbarkeit hinsichtlich mehrerer EPS-Produkte (insbesondere Niederschlagsgebiete, stratosphärisches Ozon und andere Luftmassencharakteristika) überprüft. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen Abschätzungen über die Möglichkeiten der Extrapolation (Vorhersagbarkeit) zu.
ErgebnisseEin operationelles Verfahren, das dem Meteorologen simulierte EPS-Produkte in hoher zeitlicher Auflösung und mit (soweit möglich) einer größeren räumlichen Ausdehnung liefert.
Projektbeginn04.2007
Projektende09.2008
Projektteam
Ansprechpartner Abteilung Fachgebiet E-Mail Telefon
Jann Alexander Dr.Fachabteilung Remote SensingLeitung +43 1 36026 2316
Zwatz Christian Fachabteilung ProduktaufbereitungRemote Sensing +43 1 36026 2391
Wirth Andreas Mag.Fachabteilung Remote SensingRemote Sensing +43 1 36026 2391
Auer Martin Mag.Fachabteilung PrüfsystemeRemote Sensing +43 1 36026 2208
Zeiner Barbara Mag.Fachabteilung Remote SensingRemote Sensing +43 1 36026 2391
Finanzierung62% BMVIT (Österreichisches Weltraumprogramm),
38% sind durch die EUMETSAT-Förderung der Nowcasting-SAF (siehe "SAFNWC") abgedeckt