Wetterkarte
Informationen zu den in der Bodenwetterkarte verwendeten Elementen
Fronten
Treffen warme und kalte Luft zusammen, vermischen sie sich nicht sofort. Statt dessen schiebt sich die schwere, kalte Luft unter die wärmere Luft und hebt diese dadurch an. Die Grenze zwischen den beiden Luftmassen ist ziemlich scharf und wird als "Front" bezeichnet.

Höhenwarmfront
Kaltfront
Eine Höhenkaltfront stellt denselben physikalischen Vorgang dar wie eine Kaltfront, allerdings vollzieht sich der Luftmassenwechsel nur in der Höhe. Damit sind am Boden keine Frontsignale, wie z.B. eine Temperaturabnahme zu beobachten, Wolken und Regen sind natürlich auch vom Boden aus auszumachen.

HTK - Höhentiefkern (auch ULL - Upper Level Low )
Neben den Bodendruckgebilden spielt auch die Druckverteilung in der Höhe eine große Rolle im Wettergeschehen. Mitunter findet man in der freien Atmosphäre Tiefdruckwirbel, denen in der Bodenkarte kein entsprechendes Tiefdruckzentrum zuzuordnen ist. Diese oft sehr wetterwirksamen Konfigurationen werden dann in der Bodenkarte mit HTK markiert. Lage und Zugbahn eines derartigen Tiefdruckgebietes in der Höhe haben teils entscheidenden Einfluss auf die Wetterentwicklung.


Die relative Topographie ist ein Maß für den Energiegehalt einer Luftmasse. Mit einem Keil in der relativen Topographie wird der energiereichste Bereich innerhalb einer Luftmasse markiert. Im Sommer sind an diesen Linien Gewitterbildungen zu erwarten.
KonvergenzEine Konvergenzlinie beschreibt das Zusammenfließen (Konvergenz) von bodennaher Luft. Dieses Phänomen kann besonders am Wind ausgemacht werden (z. B. Warschau mit Ostwind, Prag, München mit Wind aus westlicher Richtung). Beim Zusammenfließen von Luftmassen werden diese zum Aufsteigen gezwungen, was bei ausreichender Feuchtigkeit mit Wolkenbildung und nachfolgend auch mit Niederschlagsbildung verbunden ist. Im Sommer werden entlang von Konvergenzlinien häufig Gewitter ausgelöst.
KommaAls Komma bezeichnet man die Struktur kommaförmiger Bewölkung im Satellitenbild. Komma entwickeln sich oft aus Enhanced Cumuli (EC) s. u., bis sich die typische Form mit Kommakopf und -schwanz ausprägt. Das passiert meist in Kaltluft nach Fronten unter Einfluss von zusätzlichem dynamischem Antrieb der mittleren Troposphäre. Regen- oder Schneeschauer und Gewitter sind typische Begleiterscheinungen eines Komma.
H, h, T, t
Diese Buchstaben kennzeichnen die Zentren und damit die Extremwerte (H für hohe und T für tiefe Werte) von Druckgebilden. Große Buchstaben werden dabei meist für Zentren benutzt, die sich in abgeschlossenen Isobaren widerspiegeln, kleine Buchstaben hingegen markieren lokale Maxima oder Minima.
ULL Upper Level Low
siehe dazu HTK
EC (=Enhanced Cumulus)
Enhanced Cumuli (verstärkte Cumulusentwicklung) markieren Gebiete, in denen sich vermehrt Quellwolken (Cumulus, Cumulonimbus) formieren. Diese Wolkencluster finden sich typischerweise in labiler Kaltluft nach Kaltfronten.
