Zusammenfassung

Das Klima urbaner Gebiete unterscheidet sich deutlich vom Klima des ruralen Umlandes. Für die großen österreichischen Städte ist, infolge des Klimawandels, eine zunehmende Hitzebelastung zu erwarten. Die Entwicklung von urbanen Wärmeinseln, die im Wesentlichen durch die Art der Bebauungsstruktur, der Oberflächenversiegelung und dem Vegetationsdefizit verursacht wird, unterscheidet sich jeweils von Stadt zu Stadt in Abhängigkeit von der geografischen und topografischen Lage und den regionalen klimatischen Eigenschaften. Das mikroskalige Stadtklimamodell MUKLIMO_3 wurde für mehrere große Städte in Österreich (z. B. Wien, Graz, Linz, Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck) verwendet, um die zukünftige Wärmebelastung, basierend auf regionalen Klimaszenarien, abzuschätzen.
Die lokalskaligen Modellsimulationen können als Hilfsmittel für die Erkennung der Problemzonen bzw. Festlegung von Abschwächungsstrategien für die zukünftige Stadtentwicklung dienen. Die Auswertung des Wärmeinseleffekts realer Städte in verschiedenen klimatologischen und topografischen Lagen kann als Grundlage für die Evaluierung und Verbesserung der regionalen Klimasimulationen dienen.

Projektziele
  • Analyse der vergangenen klimatologische Entwicklung in mehreren großen Städten in Österreich
  • Analyse der aktuellen regionalen Klimasimulationen für städtische Gebiete
  • Erstellung von hochaufgelösten Klimaanalysen und Klimaszenarien mit Hilfe des Stadtklimamodells MUKLIMO_3
Ergebnisse

Die städtischen Klimaprojektionen, angetrieben mit regionalen ECHAM5-CCLM-Klimaszenarien, zeigen, dass die mittlere Anzahl der Sommertage für den Zeitraum 2021–2050 pro Jahr zwischen 2 und 7 Tage zunimmt. Die Modellergebnisse zeigen auch eine deutliche Änderung der Hitzebelastung bis zum Ende des Jahrhunderts (Zeitraum 2071–2100) mit einer starken Zunahme der mittleren Anzahl der Sommertage. Das Ausmaß der Zunahme hängt stark vom verwendeten Klimaszenario ab.

Projektbeginn 04.2010
Projektende 03.2012
Projektteam
AnsprechpersonAbteilungEmailTelefon
OBERZAUCHER Johanna Mag.Klima+43(0)1 36026 2228
ZUVELA-ALOISE Maja Dipl.-Ing. Dr.Modelle Applikation+43(0)1 36026 2399
Projektpartner
  • Deutscher Wetterdienst (Dr. Barbara Früh, Dr. Meinolf Kossmann)
  • städtische Magistrate
Finanzierung

ZAMG

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