Klima / Klimaforschung / Datensätze / REPEX (StartClim2)
Zusammenfassung

Für einzelne meteorologische Elemente und deren statistische Maße sind 50-jährige oder auch kürzere Reihen als ausreichend zu bezeichnen, für die Mehrzahl der Elemente werden jedoch zumindest 100 Jahre benötigt. Die Stichprobe ab 1951 ist geeignet, Tagsmaximum und -minimum der Temperatur mit einer Genauigkeit von ±1° C und die tägliche Niederschlagssumme mit einer Abweichung von ±10 % für die Schranken P1, P50 und P99 zu beschreiben. Größere Probleme bereitet die Erfassung monatlicher Extreme wie etwa P10 des absoluten Temperaturmaximums oder auch der Häufigkeit von Frost-, Eis-, Sommer- und heißen Tagen. Ebenso ist der Jahresgang des Niederschlags nicht innerhalb einer 10 %-Abweichung von Monatssummen beschreibbar. Inhomogenitäten in den Zeitreihen führen bei der Analyse der Klimavariabilität zu Trendverfälschungen (Abminderung oder Verstärkung) bis hin zu Trendumkehrungen. Zusätzlich treten Probleme beim klimatologischen Mittelwert und durch Verschiebungen innerhalb der Häufigkeitsverteilungen auf.

Projektziele

Die Kenntnis der vergangenen Klimavariabilität ist eine Grundvoraussetzung für Abschätzungen einer zukünftigen Änderungen. Aufzeichnungen über instrumentelle Messungen gehen in Österreich bis Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Für die Zeit vor 1948 liegen allerdings meist nur Monatsdaten vor, da die täglichen Originalaufzeichnungen während des 2. Weltkrieges bis auf wenige Ausnahmen verbrannten. Daraus ergibt sich folgende Fragestellung: Ist es möglich mithilfe 50-jähriger Klimadatensätze die Klimavariabilität in Österreich in Hinblick auf Extreme zu beschreiben?

Analysiert wurden:

  • absolutes Maximum der Lufttemperatur
  • absolutes Minimum der Lufttemperatur
  • monatliche Zahl der Frosttage
  • monatliche Zahl der Eistage
  • monatliche Zahl der Sommertage
  • monatliche Zahl der heißen Tage
  • monatliche Niederschlagssummen
  • Zahl der Tage mit Niederschlag
Ergebnisse
  • Neue Zeitreihen von klimatologischen Extremwerten beginnend vor 1948
  • Vergleiche von Statistiken über verschiedene Zeiträume aus Monatsdaten
  • Vergleich von Statistiken aus Tagesdaten und Monatsdaten
  • Aussagen über die Verwendbarkeit der klimatologischen Tagesdatensätze ab 1948 in Hinblick auf Homogenität
  • Aussagen über die Möglichkeit aus täglichen Klimadaten des Zeitraumes ab 1950 Schlüsse betreffend die Variabilität von Wetterextremen in Österreich
Projektbeginn 02.2003
Projektende 11.2003
Projektteam
Finanzierung

StartClim

ZAMG

Publikationen

Auer I., Böhm R., Korus E., Schöner W. (2003): Zeitliche Repräsentativitätsanalyse 50jähriger Klimadatensätze im Hinblick auf die Beschreibung der Variabilität von Extremwerten. Wien: Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Projektbericht, 51 Seiten (PDF-Datei; 0,7 MB)

Website http://www.austroclim.at/startclim
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