Klimamittel

Klimamittelwerte für den Zeitraum 1981–2010 von rund 160 österreichischen Messstationen

Klimamittelwerte oder Klimanormalwerte beschreiben den Klimazustand eines Ortes während eines ausreichend langen Zeitraumes von 30 Jahren. Es handelt sich um gemessene Stationsdaten, die nach Outlier-Korrektur und Homogenisierung auf Monatsbasis zu 30-jährigen Mittel- und Extremwerten zusammengefasst wurden. Sie beziehen sich auf den aktuellen Zeitraum von 1981 bis 2010.

Dateien

Die Klimamittelwerte sind nach Klimagrößen in fünf Dateien gegliedert:

Es handelt sich um Textdateien (*.txt), in denen die Spalten durch Tabulatoren getrennt sind. Sie sind nach Stationen (Spalten) und Klimaparametern (Zeilen) strukturiert. Die Erklärung zu den Klimaparametern sowie die entsprechende physikalische Einheit ist den Metadaten-Dateien zu entnehmen. Sobald der Besetzungsgrad eines Parameters einer Station weniger als 90 Prozent ausmacht, d. h. mehr als ein Zehntel der dreißig Jahre nicht durch Messungen belegt ist, ist der Fehlwert „−999“ eingetragen.

Datenqualität

Die Klimamittelwerte sind von einer hohen Qualität und Glaubwürdigkeit. Zwar kommen Fehler bei der Messung und zeitliche Inkonsistenzen durch die Änderung der äußeren Messbedingungen immer wieder vor, allerdings können Daten direkt gemessenen Klimas der jüngsten Vergangenheit als durchaus solide betrachtet werden – etwa im Vergleich zu rekonstruierten Klimadaten der Vergangenheit oder modellierten Klimadaten eines Zukunftsszenarios. Die Korrektur und Homogenisierung entdeckter Messfehler erhöht die Datenqualität. Eventuell verbleibende kurzfristige Messfehler schlagen in 30-jährigen Mittelwerten kaum durch.

Anwendbarkeit

30-jährige Klimawerte erlauben eine Abschätzung des mittleren Klimazustandes, dessen Schwankungsbreite sowie des jahreszeitlichen Ablaufes. Dies ist für allgemein gehaltene Anwendungen in einem breiten Spektrum von Tourismus, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft bis Schule, Universität und Wissenschaft sinnvoll.

Forschungsprojekt Klimanormalperiode 1981–2010

Sonnblick-Observatorium
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