Gletscherdaten

Glaziologische Daten, die die Reaktion der untersuchten Gletscher auf das vorherrschende Klima beschreiben.

Die ZAMG-Fachabteilung Klimafolgen untersucht den langjährigen Massenhaushalt von aktuell vier Gletschern in den Ostalpen (Pasterze, Goldberg-, Kleinfleiss-, Wurtenkees) sowie seit 2007/08 des Freya-Gletschers in Nordost-Grönland (74°28'N, 20°34'W).

Bei den hier verfügbaren Daten handelt es sich um die jährliche spezifische Massenbilanz und die relativen Längenänderungen der untersuchten Gletscher, wobei der zeitliche Beginn der einzelnen Messreihen unterschiedlich ist. Die Zeitreihen der spezifischen Massenbilanz kann man für alle Gletscher hier erhalten. Die Daten zu den relativen Längenmessungen sind für den Goldberg-, Kleinfleiss- und Wurtenkees vorhanden. Diese Daten werden vor allem für den jährlich erscheinenden Alpenvereinsbericht über die relativen Längenänderungen der österreichischen Gletscher erhoben. Die Gletscherdaten gelten allgemein für die Periode eines hydrologischen Jahres, das sich vom 1. Oktober des Vorjahres bis zum 30. September erstreckt. Die angegebene Jahreszahl von z. B. 2012 gilt daher für den Zeitraum 1.10.2011 bis 30.09.2012.

Dateien


Es handelt sich um Textdateien (*.txt), in denen die Spalten durch Tabulatoren getrennt sind. Sie sind nach Gletschern (Spalten) und den jährlichen Einzelwerten (Zeilen) strukturiert. Die einzelnen Gletscher sind dabei mit PAS (Pasterze), GOK (Goldbergkees), FLK (Kleinfleisskees), WUK (Wurtenkees) und FRE (Freya Gletscher) abgekürzt. Fehlwerte sind mit „NaN“ gekennzeichnet. Die Massenbilanzdaten der Pasterze für den Zeitraum 1980 bis 1997 wurden von der Verbund Austrian Hydro Power erhoben. Für die Umrechnung der spezifischen Massenbilanz [mm w.e.] in mittlere Eisdickenänderung [m] wird ein Faktor von (mm w.e./1000)×1,1 verwendet.

Datenqualität

Bei der spezifischen Massenbilanz handelt es sich um einen für die gesamte Gletscherfläche gemittelten Wert. Die Massenbilanz wird mit der glaziologischen Methode ermittelt, die sich aus zahlreichen über das ganze Jahr verteilten Einzelmessungen zusammensetzt. Die glaziologische Massenbilanz ist sehr arbeitsintensiv, aber liefert die genauest mögliche Abschätzung des jährlichen Massenhaushalts eines Gletschers. Die relativen Längenänderungen werden jährlich mit einem Maßband bestimmt.

Anwendbarkeit

Die Einzeldaten können z. B. in Form von eines Balkendiagramms aufgetragen werden, um die jährliche Reaktion des Gletschers auf seine äußeren Randbedingungen darzustellen. Weiters kann man über eine jährliche Aufsummierung der Einzelwerte die kumulative spezifische Massenbilanz bzw. kumulative relative Längenänderung darstellen. Anhand der kumulativen Datenreihen lässt sich z. B. der gesamte mittlere Eisdickenverlust bzw. die gesamte relative Längenänderung seit Beginn der Messreihe darstellen.

Forschungsprojekt Massenbilanz Pasterze

Forschungsprojekt Freya-Gletscher

Sonnblick-Observatorium
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Phänologie-PhenoWatch
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HISTALP
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