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04.09.2017

Explosion in Nordkorea

Das Nationale Datenzentrum an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat am 3. September 2017 um 5:41 Uhr MESZ eine Explosion in Nordkorea mit seinem seismischen Messnetz registriert. Laut einer Deklaration der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) handelt es sich um einen Test einer Wasserstoffbombe. Das Epizentrum liegt in der Nähe des Punggye-ri Testgebietes in Nordkorea, und stimmt damit gut mit den Orten der vergangenen Tests von 2006, 2009, 2013 und den beiden Explosionen von 2016 überein.

Die seismischen Wellen erreichten Österreich nach knapp 11,5 Minuten und sind in den Seismogrammen deutlich zu erkennen. Die Registrierung an der österreichischen Station am Conrad Observatorium in Niederösterreich (CONA) ist in der folgenden Abbildung zu sehen.

Explosion in Nordkorea 2017
Registrierung an der österreichischen Station am Conrad Observatorium in Niederösterreich (CONA). Quelle ZAMG

Die Charakteristik des Signals lässt auf eine Explosion schließen. Ob die Ursache der Explosion nuklearer Natur ist, kann erst nach weiteren Analysen gesagt werden. Zudem handelt es sich bei dem Gebiet, in dem das Ereignis stattfand, um keine Region hoher natürlicher Erdbebentätigkeit.

Verfasser:
Nationales Datenzentrum zur CTBTO
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Hohe Warte 38, 1190 Wien

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