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Geoelektrik

Geoelektrische Verfahren eignen sich sowohl für die Erkundung des geschichteten Untergrundaufbaus als auch zur Abgrenzung lateraler Gesteinswechsel und stellt ein Teilgebiet der Angewandten Geophysik dar. Neben der Eigenpotentialmessung, und dem Wechselstromverfahren, ist die Gleichstromelektrik eine wichtige Methode für eine rasche, billige und informative 2D - Untergrundkartierung. Bei den verschiedenen Verfahren der Gleichstromgeoelektrik werden dem Untergrund über zwei Metallsonden, den Elektroden A und B, zwischen denen sich eine Gleichstromquelle befindet, ein Strom [I] zugeführt. Der Stromkreis wird durch den mehr oder weniger gut leitenden Untergrund geschlossen. In diesem bildet sich ein Potentialfeld aus, das außer von der Position der Elektroden und der Form der Erdoberfläche wesentlich von der Verteilung des spezifischen elektrischen Widerstandes im Untergrund bestimmt wird. Aus dem Strom [I], der Spannung [U] und der Geometrie der Elektroden kann der elektrische Widerstand [R] des Bodens berechnet werden. Die geoelektrischen Verfahren werden meistens als Untergrundkartierungen mit verschiedenen Messanordnungen eingesetzt. Dabei haben sich insbesondere die Wenner - Anordnung und die Schlumberger - Anordnung bevorzugt, denn bei diesen Messungen ist der Einfluss von natürlichen und künstlichen elektrischen Störpotentialen auf die Messsignale im Vergleich zu anderen Anordnungen (z. B. Dipol – Dipol - oder Pol - Dipol - Anordnung) geringer. Anwendung findet die Geoelektrik in Österreich vor allem bei der Grundwassererkundung, der Erdölprospektion, der Suche nach Altlasten, aber auch in der Archäologie als Ergänzung zu Geomagnetik und zum Georadar. Denn diese Methoden stellen eine zerstörungsfreie Möglichkeit zur archäologischen Untersuchung des Untergrundes dar.

Varianten

  • Gleichstromgeoelektrik
  • Wechselstrom
  • Eigenpotentialmessung
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Holzschnitt aus der 'Weltchronik' von Hartmann Schedel, 1493. 'Und der Engel nahm das Rauchfaß und füllte es mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde, und Donner folgten, Getöse, Blitze und Beben.' Offenbarung 8,5 © ZAMG Geophysik Hammerl
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