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23.03.2012

Welttag der Meteorologie am 23. März

Am 23. März jeden Jahres feiert die Weltorganisation für Meteorologie (WMO-World Meteorological Organisation) mit ihren 189 Mitgliedern ihre Gründung im Jahr 1950.

Das Thema lautet heuer: „Powering our future with weather, climate and water” also „Der Antrieb unserer Zukunft: Wetter, Klima und Wasser“.

Zur Broschüre der WMO zum Welttag der Meteorologie 2012 (nur in Englisch):
 http://www.wmo.int/worldmetday/brochure_en.html

Die WMO wurde am 23.März 1950, mitten im Kalten Krieg, gegründet. 31 Länder schlossen sich damals zusammen, da erkannt wurde, dass weltumspannende aktuelle Wetterinformationen von großer Bedeutung sind. Heute hat die WMO 188 Mitglieder und ihr Hauptsitz ist in Genf in der Schweiz. Österreich ist seit 1955 WMO Mitglied und wird von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit ihrem Direktor als Vertreter repräsentiert.

Hoher Volkswirtschaftlicher Nutzen

Seit Gründung der WMO hat sich die Meteorologie rasant entwickelt. Neben der unglaublichen Verbesserung der Wetterprognosen durch den Austausch und die Vernetzung von Wetterdaten sowie durch die immer aufwendigeren numerischen Modelle hat sich vor allem auch der Bereich der Klimaforschung stark entwickelt. Mittlerweile sind Wetterprognosen für Wirtschaft, Verkehr und die Landwirtschaft unverzichtbar geworden. Laut internationalen Studien kommt jeder in die Wetterdienste investierte Euro vier- bis zehnfach wieder zurück.

Ganz wesentlich hat die WMO mit großen Programmen auch die Entwicklung der Extremwetterwarnungen gefördert. Die verbesserten Computermodelle haben in den vergangenen Jahren Orkanstürme, Starkregen, oder Hitzewellen prognostizierbarer gemacht. In der WMO wurde und wird daran gearbeitet, die entsprechenden Wetterwarnungen der Bevölkerung leichter zugänglich zu machen.

Internationaler Meteorologenkongress 1873 in Wien

Schon vor Gründung der WMO war Österreich an der Verknüpfung der Wetterdienste interessiert. Nach Gründung der ZAMG im Jahr 1851 fand schon 1873 der erste internationale Meteorologenkongress in Wien statt. Der Kongress an dem Deligierte aus 12 Staaten (Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Großbritannien und Irland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich-Ungarn, Portugal, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien, Türkei, USA) teilnahmen legte damals den Grundstein für die Vorläuferorganisation der WMO, die Internationale Meteorologische Organisation (IMO).

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)

Die ZAMG mit Kundenservicestellen in Graz, Innsbruck, Klagenfurt und Salzburg hat ihren Hauptsitz auf der Hohen Warte in Wien. Der Tätigkeitsbereich der ca. 280 MitarbeiterInnen erstreckt sich von Wettervorhersagen und -warnungen, angewandter meteorologischer, klimatologischer und geophysikalischer Forschung, Erdbebendienst bis hin zu umweltmeteorologischer Gutachtertätigkeit. Die 1851 gegründete ZAMG betreibt ein meteorologisches und ein seismisches Messnetz mit insgesamt etwa 280 Stationen, das Cobenzl Observatorium, das Conrad Observatorium und das Sonnblick Observatorium. Die ExpertInnen der ZAMG sind VertreterInnen Österreichs in zahlreichen internationalen Organisationen und Vereinigungen wie z.B. WMO, ECMWF, GEO. Die ZAMG ist die führende meteorologische Institution in Österreich und bietet ihre Leistungen u.a. öffentlichen wie privaten Fernseh- und Rundfunkanstalten, Tageszeitungen aber auch Dienstleistern wie Versicherungen, Energiewirtschaft, Winterdienstfirmen, Bauunternehmen und Gemeinden an.

Die ZAMG ist eine
Forschungseinrichtung des
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
© Zentralanstalt für
Meteorologie und Geodynamik
1190 Wien, Hohe Warte 38
Telefon: +43 1 36 0 26
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