„Auf Temperaturen bis zu 36,1°C folgten gestern Gewitter, die sich mit Starkregen und heftiger Blitzintensität entluden“, analysiert Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).
Der Donnerstag brachte hohe NiederschlagsmengenIn Preitenegg (K) fiel innerhalb von nur 2 Stunden eine Niederschlagsmenge von 88 Liter/m². Dies entspricht etwa 2/3 der hier üblichen mittleren Juli-Monatssumme, sagt Alexander Orlik. Aber auch in anderen Landesteilen, wie z.B. im Bezirk Tulln (NÖ) oder in Übelbach (St) sorgten große Niederschlagsmengen in kurzer Zeit für Vermurungen und Überschwemmungen. In St. Michael/Leoben (St) summierten sich binnen nur einer Stunde 52 Liter/m².
Hotspot ÖsterreichVor den schweren Unwettern brütete vor allem der Süden und Osten des Landes bei Maximaltemperaturen um die 35°C. In St. Andrä/Lavanttal (K) erreichte der Messfühler einen Tageshöchstwert von 36,1°C. Dieser Ort zählt somit zu denen mit den höchsten absoluten Temperaturmaxima des Jahres 2010.
Gewitter brachten kurze AbkühlungDie Gewitter brachten in den von der sommerlichen Hitze geplagten Regionen etwas Abkühlung und so konnten die Lufttemperatur an nahezu allen Orten auf zwar hohe Werte, aber doch unter die Rekordwerte der wärmsten Nächte zurück gehen. In Bad Gleichenberg in der Südsteiermark wurde jedoch mit 21,2 °C die wärmste Nacht seit dem Jahr 1948 gemessen. „Noch ist die große Hitze aber nicht vorbei“, sagt Christian Ortner, Meteorologe an der ZAMG.
Ausblick auf das WochenendeHeute ist wieder mit Temperaturen über 30°C zu rechnen, an heißesten wird es dabei mit bis zu 35°C in Kärnten. Durch den gestrigen Regen ist es in Verbindung mit den hohen Temperaturen außerdem sehr schwül. In dieser feucht-warmen Luftmasse bleibt die Gefahr von teils heftigen Gewittern weiterhin bestehen. Mit einer deutlichen Abkühlung ist frühestens am Samstag bzw. in der Nacht auf Sonntag zu rechnen, dabei besteht aber wieder erhöhte Unwettergefahr.